Chenoa, DIE Riesenschnauzerhündin


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Die Fortpflanzung

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Die Fortpflanzung und Geburt
updated: 1. Dezember 2009


Hier findet ihr eine kurze Übersicht über die Fortpflanzung, bzw. Geburt.

Es soll eine Idee geben, natürlich sollte entsprechende Lektüren beigezogen werden, bzw.ein Tierarzt mit Fragen konsultiert werden.

Läufigkeit

Im alter von ca. 9 - 12 Monaten setzt bei der Hündin die erste Läufigkeit ein.
Ab diesem Zeitpunkt wird die Hündin 2x im Jahr Läufig, die Dauer der Läufigkeit beträgt rund 21 Tage.
Ein ganz genauer Beschrieb der Läufigkeit kannst du unter * Läufigkeit* finden.

Fruchtbarkeit

Um den genauen Zeitpunkt des Beginns der Läufigkeit festzustellen, sollte die Hündin beobachtet werden. Die meisten Hündinnen halten sich selbst sehr reinlich, sogar bei der ersten Läufigkeit und erst wenn die Blutung stärker wird, fällt das auch dem Besitzer auf. Wenn er die ersten Blutstropfen bemerkt, kann die Hündin also schon einige Tage läufig sein. Empfehlenswert ist deshalb die Kontrolle mittels Taschentuch, mit dem die Scheide der Hündin abgetupft wird. So entgeht der erste Blutstropfen nicht.

Es folgen 14 Tage im Durchschnitt mit blutigem Ausfluss, der sich in dieser Zeit von dunkelrot bis wässrigrosa verfärbt. Der sogenannte Prä-Oestrus ist mit dem Eisprung abgeschlossen. Dieser fällt in die anschließenden 4 bis 6 Tage, die sogenannten "Stehtage" bzw. die befruchtungsfähige Zeit. Jede Hündin ist ein Individuum und jede Läufigkeit kann anders verlaufen, von daher verschiebt oder verlängert sich der tatsächliche Zeitpunkt der Befruchtungsfähigkeit. Sicherheitshalber sollte man ab dem Zeitpunkt des Beginns der Blutung gut 3 Wochen hinzurechnen.

Deckzeitpunkt

Wann ist der optimale Deckzeitpunkt?
Die Eizellen müssen nach dem Follikelsprung noch eine post-ovulatorische Reifung erfahren. Die Konzeption (Empfängnis) ist deswegen erst zwischen dem zweiten und dem fünften Tag nach der Ovulation möglich. Das ist der Zeitraum für mögliche Decktermine. Der Deckakt sollte im Idealfall in der ersten Hälfte dieses Zeitraumes stattfinden.
Dem Züchter stellt sich die Frage, wie er mit vertretbarem Kostenaufwand diesen Zeitpunkt erkennt. Eine Reihe von Erscheinungen erlauben es, Rückschlüsse auf die Nähe des Konzeptionszeitpunktes zu ziehen.

Welche Methoden zur Feststellung des Deckzeitpunktes stehen zur Verfügung?
A: Äußere Methoden
B: Innere Methoden
C: Progesteronbestimmung
D: Sonographie (Untersuchung mit einem Ulltraschallgerät)

A: Äußere Methoden: Beurteilung der Vulva und des Scheidensekretes, Duldungsreflex
Die Schamlippen sind:
- Schlaff und weich bis 10 Tage vor der Läufigkeit
- Prall und anschwellend während der Follikelreifung bis kurz vor der Ovulation
- Zunehmend teigig ab einem Tag vor der Ovulation
- Faltig und geschrumpelt während der Trächtigkeit
Die Beurteilung der Schamlippen ist unzuverlässig und gibt nur grobe Anhaltspunkte, weil sie erstens nicht objektiv messbar ist und zweitens individuell von Hündin zu Hündin unterschiedlich ausgeprägt sind.

Der Läufigkeitsausfluss ist
- am Anfang der Läufigkeit blutrot
- gegen Ende der Läufigkeit fleischwasserähnlich, versiegend
Man sollte immer auch die Rute und die Innenschenkel auf Sekretspuren untersuchen.
Es gibt starke individuelle Schwankungen. Der Extremfall ist die Ovulation ohne jeglichen Ausfluss (verdeckte Läufigkeit). Sollte der Ausfluss farblich sowie geruchlich verdächtige Beimengungen aufweisen, ist sofort der Tierarzt zu Rate zu ziehen.

Der Duldungsreflex
- die Hündin präsentiert dem Rüden oder einer anderen Hündin ihr Hinterteil und hebt ihre Vulva an, bei Nähern eines Artgenossen oder spätestens bei Berührung hebt sie die Rute zur Seite. Dieser Reflex stellt sich bei einigen Hündinnen über einen Zeitraum von bis zu 14 Tagen ein, (viele Hündinnen präsentieren zuerst, beißen den Rüden dann aber bei Aufreitversuchen ab) bei anderen Hündinnen ist der Duldungsreflex nur 24 Stunden zu beobachten.. Angesichts der Tatsache, dass der Konzeptionszeitraum (der Zeitraum, in dem eine Empfängnis möglich ist) 2 bis 4 Tage dauert, ist die Beobachtung des Duldungsreflexes alleine kein zuverlässiges Zeichen.

Alle Äußeren Methoden können durch den Züchter angewendet werden, sind aber nur sehr grob und unpräzise. Trotzdem kann der erfahrene Züchter, dem seine Hündin vertraut ist, oft allein damit zurechtkommen.

B: Innere Methoden: Vaginoskopie und Vaginalzytologische Untersuchung
Vaginoskopie (Betrachtung der Scheidenschleimhaut durch ein Scheidenspekulum). Die Scheidenschleimhaut ist:
- Im Anöstrus (bis 10 Tage vor dem ersten Blutstropfen) flach und kaum gefältet. Die Scheide ist als Hohlraum sichtbar.
- Im Proöstrus (kurz vor und zu Beginn des ersten blutigen Ausflusses) glatte, große, runde, blass glänzende Falten engen das Scheidenlumen ein.
- Um den Ovulationszeitraum sind diese Falten zunehmend geschrumpft
- Am Ende der Konzeptionsbereitschaft ist die Faltenschrumpfung soweit fortgeschritten, dass eine krepppapierartige Struktur zu erkennen ist.
- Vaginalzytologische Veränderungen (Wandel der Zellen der Scheidenschleimhaut vom dem Scheidendach, kurz vor dem Muttermund)
- Im Anöstrus sind fast nur Basal- und Parabasalzellen (junge, sich noch teilende Schleimhautzellen) zu sehen.
- Vom Beginn der Läufigkeit Bis zum Decktermin werden die Schleimhautzellen zunehmend älter, ihr Zellkern wird unsichtbar, weil sie verhornen. Die Zahl der weißen Blutkörperchen nimmt zu.
Abgesehen davon, dass nur der Tierarzt diese inneren Untersuchungen durchführen kann, sind sie ungenau, nicht objektiv messbar und eher als antiquiert anzusehen. Anderseits können dabei Veränderungen entdeckt werden, die einer Trächtigkeit entgegenstehen. (Tumore, Missbildungen, Verletzungen und Infektionen).

C: Progesteronbestimmung im Blutserum
Progesteron ist das Hormon, das die Trächtigkeit aufrecht erhält. Kurz vor dem Eisprung beginnen einige Zellen im Follikel (das mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, in dem die Eizelle schwimmt) dieses Hormon freizusetzen. Nach der Ovulation (Eisprung) füllt sich die gesamte Ovulationshöhle mit diesen Zellen (Gelbkörperzellen), und die Produktion dieses Hormons steigt rasant an. Die Phase dieses Progesteronanstiegs fällt also genau in die Zeit vor und um den Decktermin.
Verschiedene, auch vom tierärztlichen Praktiker einsetzbare, Testkits zur Progesteron-Bestimmung sind im Handel. Zum Teil haben sie sich als zu ungenau oder fehlerhaft erwiesen und Tierärzten sowie Züchtern Frustrationen beschert. Einige Hersteller mussten wegen diverser Qualitätsprobleme die Lieferung unterbrechen. Deswegen sind auch nicht alle Tierärzte von dieser Methode der Deckzeitbestimmung begeistert.
Ich habe nach anfänglichen Enttäuschungen einen Test gefunden, der zwar zuerst etwas umständlich in der Anwendung erscheint, mir aber, nach Einübung, seit 1 ½ Jahren absolut zuverlässige Messergebnisse liefert. (Hormonost, Schnelltest Hündin, Biolab München)
Zwei Tage vor der Ovulation lassen die ansteigenden Progesteronwerte erkennen, dass es losgeht. Bei Hündinnen, die sich in der Vergangenheit schwer oder gar nicht decken ließen, sollte ab jetzt täglich ein Test durchgeführt werden, damit der erste Tag der Konzeptionsbereitschaft gleich genutzt werden kann. Zur Sicherheit kann nach 2 Tagen ein weiterer Deckakt versucht werden - nach meiner Erfahrung eher überflüssig. Sollte die Hündin bei Beginn der ermittelten Konzeptionsphase ausnahmsweise noch nicht stehen, ist der Deckakt einen Tag später erneut anzusetzen. Wichtig ist in jedem Fall, dass versucht werden muss, den ersten Tag der Konzeptionsbereitschaft zu erwischen, weil einige Hündinnen wirklich nur an einem Tag „stehen".

D: Sonographie (Ulltraschall-Untersuchung der Eierstöcke)
Der geübte Anwender dieser Methode kann nicht nur die Follikel sehen und auch vermessen, er kann, bei Untersuchungen in kurzen Abständen, auch den Ovulationzeitpunkt feststellen. Zweieinhalb Tage danach kann der erste Decktermin arrangiert werden.
Der Vorteil dieser Methode ist, dass Veränderungen am Eierstock oft erkannt werden können. Da diese Veränderungen, meistens Zysten oder Tumoren, oft Einfluss auf den Hormonstatus der Hündin haben, können sie aber auch nach Progesterontests diagnostiziert werden.

Zusammenfassung:
Wer als Züchter Erfahrung und eine unkomplizierte Hündin hat, kann selbst die äußeren Methoden zur Ermittlung des Decktermins erfolgreich anwenden, wenn sowohl Hündin als auch Rüde zuchthygienisch unbedenklich sind.

Vaginalzytologie und Vaginoskopie sind allein nicht genau genug, um den Decktermin zu ermitteln.

Es gibt einem zuverlässigen Progesterontest zur Bestimmung des Decktermins.

Sonographie ist zwar teuer, aber auch in der Lage, den Decktermin zu ermitteln. Sie ist eher die Methode der Wahl für die frühe Trächtigkeitsdiagnose, ab dem 23. Tag nach dem Deckakt.

Züchter sollten einen Tierarzt aufsuchen, der im Zuchtgeschehen engagiert ist und Erfahrung auf diesem Gebiet hat. Kommunikation mit befreundeten Züchtern hilft, einen geeigneten Tierarzt in der Nähe zu ermitteln.

Die ganze Erklärung zum Punkt "Deckzeitpunkt" habe ich von der Homepage: http://www.dr-rabeler.de/deckzeitpunkt.htm kopiert.

Deckakt

Nach dem Einführen des männlichen Gliedes stösst der der Rüde einige Male heftig zu, spritz den Samen in die Vulva, dann "hängen" die Hündin und der Rüde fest zusammen. Dieser Zustand kann bis zu einer Stunde dauern.

Jetzt gelangt die in der Prostata produzierte Flüssigkeit zur Ejakulation. Dieses Sekret ist wichtig für die Ernährung der Spermatozoen und ermöglicht ihnen den Weg hinauf zu den Eileitern.

Zwar ist dieses "Hängen" nicht unbedingt ein Garant für eine Befruchtung, man nimmt jedoch an, dass die Samenabgabe des Rüden über längere Zeit erfolgt, so dass es durchaus einen Sinn macht, dass Rüde und Hündin auf diese Weise über einen längeren Zeitraum verbunden bleiben. Eine Gewaltsame Trennung in dieser Phase kann zu schweren Penisverletzungen beim Rüden führen.

Tragezeit

Die Tagzeit der Hündin beträgt 9 Wochen oder 60 - 65 Tage.
Die Hundebabys spürt man erst ca. ab dem 50. Tag

Mögliche Anzeigen einer Trächtigkeit:
- Die Zitzen deiner Hündin schwellt innerhalb von 25 bis 30 Tagen nach der Befruchtung an und treten stärker hervor.
- Etwa nach einem Monat kommt es dann zu vaginalem Ausfluss.
- Für gewöhnlich schwillt auch der Bauch an und die werdende Hundemutter nimmt zwischen dem 45. und 50. Tag an Gewicht zu.
- Manche Hündinnen sind während der Trächtigkeit allerdings appetitlos oder werden sogar depressiv.
- Manche Hündinnen werden anhänglicher und liebesbedürftiger

Die Geburt

Von entscheidender Bedeutung für einen guten Geburtsablauf ist das absolute Vertrauen der Hündin zu seinem Menschen. Ca. eine Woche vor der Geburt sollte die Hündin mit ihrer Wurfkiste vertraut gemacht werden. Keines Falls sollte die Hündin weggesperrt oder allein gelassen werden.
Die Wurfkiste sollte so groß sein, dass die Hündin die ersten zwei bis drei Wochen ausreichend Platz hat. Die Höhe entspricht etwas mehr als der Schulterhöhe. Das Querformat der Kiste sollte ihr erlauben voll ausgestreckt zu liegen. Bei der Geburt drückt sich die Hündin mit den Pfoten und dem Rücken an der Kiste ab, deshalb darf der Abstand der längeren Seitenteile nicht zu lang sein. Wichtig ist auch, dass keine Bodenkälte in die Kiste eindringen kann, also gut isolieren (z. B. über eine 5 cm hohe Bodenleiste). Bei großen Hunderassen ist das Benutzen eines Distanzrahmens ratsam. Dieser Rahmen verhindert, dass ein Welpe zwischen dem Rücken der Mutter und der Kistenwand eingeklemmt wird und erstickt.


Ab dem 58. Tag wäre es gut, seine Hündin auch Nachts in der Nähe zu haben.

Einen Tag vor der Geburt werden die Hüftknochen erkennbar, weil sich die Früchte absetzen, dabei geben die Bänder der Gebärmutter nach und die Welpen werden auf die Geburt vorbereitet und in Position gebracht. Oft ist es so, dass die werdende Hundemutter nicht mehr ihre gewohnte Nahrungsmenge zu sich nimmt oder gar nichts mehr möchte, wenn die Geburt bald ansteht.

Dazu kommt dann noch zeitweiliges Hecheln, welches die Körpertemperatur senkt und die Eröffnungswehen einleitet. Alle 4 Stunden muss man die Temperatur rektal messen. Die Normaltemperatur bei Hunden liegt bei 38° bis 39°C.
Kurze Zeit vor der Geburt findet die Temperatur ihren Tiefstpunkt um die 37°C (die Geburt kann aber auch trotz tiefer Temperatur noch einige Stunden dauern).

Weitere eindeutige Anzeichen für eine baldige Geburt können sein:
1. Zunehmende Unruhe
2. Scharrzwang, Lagerbildung und Aufsuchen des Lagers
3. Vulva lecken und Ausscheidungen
4. Hecheln und unsicherer Ausdruck/Abwesenheit
5. häufiges Schlucken, Zittern, Winseln

Eröffnungswehen setzen ein. Das erkennen wir an dem zeitweiligen Hecheln. Die Vulva ist weich und weißlicher Ausfluss tritt aus. Der Gebärmutterhals beginnt sich zu öffnen, wenn innerhalb der Hündin Muskelbewegungen auftreten. Durch diese Muskelkontraktion werden die Welpen in ihren Fruchtblasen aus den Uterushörnern Richtung Gebärmutterhals geschoben. Auf die Wehenkontraktion hat die Hündin keinen Einfluss. Wenn nach 3 Stunden Hecheln und Eröffnungswehen keine Welpenaustreibung erfolgt, dann müssen Sie einen Tierarzt anrufen, der mit einer wehenfördernden Spritze die Geburt einleitet. Wehenschwäche ist ein großes Problem bei vielen Hündinnen.

Wenn der erste Welpe am Gebärmutterhals ankommt, setzen die Presswehen ein, die man sehr gut von den Vorwehen unterscheiden kann. Sie laufen wellenförmig über den Hundekörper. Die Hündin ist zwischen den Presswehen sehr unruhig. Bewegung während der Geburt erleichtert und verkürzt diese. Lassen sie die Hündin unbedingt an der Leine, wenn Sie mit ihr durch den Garten laufen. Die Bewegungen erfolgen instinktiv. Sie scharrt, dreht sich oder sie macht den Rücken krumm. Alle diese Bewegungen unterstützen die Schiebungen der Welpen auf ihrem Weg in unsere Welt.

Der erste Welpe hat es besonders schwer. Er muss den anderen den Weg durch das Becken der Hündin bahnen und das Becken dehnen. Wenn der Welpe an dieser engsten Stelle des Geburtsweges angekommen ist, dann stellt die Hündin ihre Rute auf und knickt sie ab der Rutenwurzel bogenförmig nach unten ab, wahrscheinlich um diese Stelle im Becken weiter dehnen zu können. Durch den Muskeldruck platzt oft die Fruchtblase und eine grünliche Flüssigkeit tritt in einem Schwall aus der Scheide aus. Nun beginnt die Austreibungsphase. Das Fruchtwasser macht den Geburtsweg gleitfähig. Der Welpe steckt nun im Geburtskanal fest. Wenn 15 Minuten nach dem Austreten des Fruchtwassers kein Welpe geboren wurde, dann rufen Sie unbedingt den Tierarzt.

Geht alles gut, dann sehen Sie bald eine dunkles Bläschen, also die Fruchtblase mit dem Welpen oder wenn die Fruchtblase schon geplatzt ist, direkt etwas von dem Neugeborenen. Der Welpe, der noch in der Fruchtblase ist, wird im besten Fall von der Hündin befreit. Mit den Schneidezähnen öffnet sie die Blase und massiert den Welpen mit ihrer Zunge, damit sein Kreislauf in Gang kommt, und er den ersten Atemzug nimmt. Dies erfolgt oft mit einem Schrei oder einem nach Luft schnappen.

Mit dem Welpen oder kurz danach tritt auch die Nachgeburt (Plazenta) aus. Diese wird von der Hündin aufgefressen. Die Plazenta ist als erste Nahrung nach der Geburt von der Natur vorgesehen. Sie versorgt die Hündin mit wichtigen Nährstoffen und ist wehen- und laktationsfördernd. Dann oder auch schon davor durchtrennt die Hündin mit ihren Backenzähnen die Nabelschnur.

Zur Austreibung eines Welpen bedarf es meist ca. 4-6 Presswehen. Ungefähr 3 Minuten dauert die Austreibung eines Welpen. Der zweite Welpe folgt meist recht schnell. Ansonsten liegt die Intervalldauer von Welpe zu Welpe bei durchschnittlich 45 Minuten. Bei großen Würfen wird die Intervalldauer vielleicht ab dem 7. Welpen etwas größer, weil die Ermüdung der Hündin einsetzt.

Während der Geburt muss man der Hündin immer wieder frisches Wasser zur Verfügung stellen. Sind die Welpen geboren, ist ihr erstes Ziel, eine Zitze zu erreichen. Die beiden Vorderläufe treten gegen die Zitze (Milchtritt) und der Welpe nimmt seine erste Mahlzeit zu sich. Diese erste Milch ist äußerst wichtig für den Neuankömmling, da sie ihn mit allem versorgt was er braucht.

Die Geburt ist geschafft und die Hündin geht sich lösen. Kurz darauf kehrt sie zurück und sollte nun Nahrung bekommen. Zum Beispiel Fleischbrühe mit Fleisch, Ei und Getreideflocken bringen der erschöpften Hündin neue Energie. Dann wird sie sich sicherlich zu ihren Welpen legen und inmitten ihrer Familie ausruhen.

Die Entleerung des Welpen erfolgt in den ersten Tagen ausschließlich durch das Lecken der Mutter. Tut sie das nicht oder zu wenig, dann kann der Welpe an Verstopfung sterben. Welpen zeigen Unbehagen ganz deutlich durch Wimmern oder Unruhe an. Also ist gründliches Beobachten sehr wichtig.

Die Nabelkontrolle sollte auch nicht vergessen werden. Wenn das Nabelende blaurosa ist, dann ist alles in Ordnung. Wenn es blutet, kann es mit Garn abgebunden werden. Nach 24 - 36 Stunden trocknet die Nabelschnur und fällt ab.

Texte und Bild zum Punkt Geburt: http://www.polar-chat.de/wiki/Trächtigkeit und Geburt

Mögliche Komplikationen

Manchmal ist es so, dass die Instinkte der Hündin aussetzen und der Züchter muss die Welpen versorgen. Der Züchter öffnet unter der Kehle des Welpen die Eihülle und hält ihn dabei mit dem Kopf nach unten, damit Fruchtwasser aus seinem Maul und Nase ablaufen kann. Die Fruchtblase wird von unten nach oben abgestreift, und die Nabelschnur mit Daumen und Zeigefinger ca. 2 cm vom Ansatz abgequetscht. Aber der Besitzer sollte weiterhin die Hündin animieren, ihre Aufgaben wahrzunehmen, denn sie kann alles am besten.

Wenn der Welpe kein Lebenszeichen gibt, dann eilt die Zeit. Man muss ihn nun mit einem Frotteetuch abrubbeln. Eingedrungenes Fruchtwasser muss aus den Atemwegen heraus, indem man das Neugeborene mit dem Kopf nach unten schüttelt. Sollte das auch nicht geholfen haben, gibt es noch die Möglichkeit das Fruchtwasser abzusaugen. Dabei nimmt man den ganzen Fang des Welpen in den Mund, saugt vorsichtig!!! das Fruchtwasser aus und spuckt es aus. Danach beginnen wir, leicht unseren Atem in den Welpen einzublasen. Hier könnte dem Welpen auch etwas verdünnter Brandy auf die Zunge gegeben werden, um den Atemreflex anzuregen.

Es besteht auch die Gefahr, dass ein toter Welpe den Geburtskanal verstopft oder die Hündin unter Wehenschwäche leidet. Sollte also ein Intervall von 2 Stunden überschritten werden, dann müssen Sie unbedingt den Tierarzt rufen.

Eine Angst vor einer Steißgeburt (Hinterendlage) ist unbegründet, da sehr viele Welpen so geboren werden. Dabei liegen ihre Extremitäten ganz eng am Körper und erleichtern somit den Geburtsvorgang. Öfter jedoch als die Hinterendlage ist die Vorderendlage bei der der Welpe mit dem Kopf voran das Licht der Welt erblickt.

Auch muss man darauf achten, dass alle Plazenten (also so viele wie Welpen) ausgeschieden werden. Wenn eine im Körper der Hündin verbleibt, kann es leicht zu einer lebensbedrohlichen Lage führen, weil die Plazenta kurz nach der Geburt anfängt zu verwesen. Der Tierarzt gibt dann eine wehenfördernde Spritze und die hängen gebliebene Plazenta wird ausgeschieden.

Texte und Bild zum Punkt Geburt: http://www.polar-chat.de/wiki/Trächtigkeit und Geburt

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