Chenoa, DIE Riesenschnauzerhündin


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Riesenschnauzer Chronik

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Riesenschnauzer - Chronik in der Schweiz
updated: 8. Dezember 2009 (Links geprüft)


Die Chronik wurde anlässlich des 75jährigen Jubiläums des Schweizerischen Riesenschnauzer Clubs verfasst (2004)


Die offizielle Anerkennung des Riesenschnauzers als Gebrauchshund, welche im Jahre 1925 vom damaligen PVZ in Würzburg, Deutschland, erfolgte, blieb nicht ohne Auswirkungen in der Schweiz. Bis dahin waren die Riesenschnauzer-Leute Mitglieder des Schweiz. Schnauzer-Clubs.


Die prächtigen Leistungen des Riesenschnauzers als Diensthund, insbesondere aber seine grosse Arbeitsfreude, begeisterte die Riesenschnauzerfreunde in der Schweiz. Zwecks vermehrter Förderung der Reinzucht und Haltung, der Ausbildung des Riesenschnauzers als Begleit-, Schutz- oder Polizeihund, wurde auf vielseitigen Wunsch von Züchtern und Liebhabern die Gründung eines Spezial-Clubs erwogen. Bis dahin (1929) waren die Riesenschnauzerhalter dem Schnauzer-Club angeschlossen. Man war sich aber zum voraus bewusst, dass ein separater Club in der Schweiz sich nur im Schosse der SKG , der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft, entwickeln konnte.


Nach reiflicher Überlegung und Abwägung ergriff Johann Stricker, Grenzwächter, Diepoldsau SG, die Initiative zur Gründung eines separaten Clubs. Am 15. September 1929 fand unter seinem Vorsitz im Hotel Krone in Winterthur die Gründungsversammlung statt. Es lag ein Verzeichnis mit 18 Mitgliedern vor. Wir entnehmen diesem Dokument auch Namen von Ehrenmitgliedern und Veteranen.


Im September 1930 wurde der Riesenschnauzer-Club in die SKG aufgenommen und damit als selbständige Sektion anerkannt. Die Anerkennung des Riesenschnauzers als Gebrauchshund erfolgte im Jahre 1931, aufgrund von erzielten Leistungen und Resultaten an Prüfungen durch den damaligen technischen Ausschuss der SKG.


Bald einmal musste der damalige Vorstand die Erfahrung machen, wie schwer es war, den Club in lebensfähige Bahnen zu lenken. Mit dem bescheidenen Vereinsvermögen musste sehr haushälterisch umgegangen werden. Ausstellungen und Prüfungen konnten nicht in dem Masse subventioniert werden, wie dies andere Clubs mit grösseren Mitgliederzahlen dürfen. Dies führte indirekt zu internen Schwierigkeiten im Jahre 1934, wobei zum Teil auch persönliche Gegeben-heiten mitgespielt haben mögen. Bedauerlicherweise arteten solche Unstimmigkeiten auch in persönliche Animositäten aus, was dem Club alles andere als nützlich war.


Um Erfahrungen über Zucht und Ausbildung (Dressur) unter den Mitgliedern auszutauschen, wurde ein Mitteilungsblatt geschaffen, welches dem Mitglied monatlich gratis zugestellt wurde. Auch die Zucht wurde in andere Bahnen gelenkt, indem die ersten Zuchtbestimmungen verfasst und gleichzeitig ein Zuchtbuch zur Kontrolle eingeführt wurde. Am 17. Oktober 1937 war der Club in der Lage, die erste Leistungsprüfung für Riesenschnauzer durchzuführen unter gleichzeitiger Vergebung des Siegertitels.


Die mit viel Geschick, Fleiss und Ausdauer vorgenommene Aufbauarbeit wurde durch die allgemeine Mobilmachung im September 1939 etwas gestoppt. Doch gelang es auch während der Kriegsjahre das Erreichte nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen. Dies wirkte sich insbesondere in den Nachkriegsjahren aus. Die mit viel Elan an die Hand genommen Mitgliederwerbung war ein voller Erfolg, konnte doch der Mitgliederbestand bis 1950 verdoppelt werden.


Die Erfahrungen der ersten 25 Jahre SRSC zeigten, dass es besser und vor allem sinnvoller wäre, wenn die Mitglieder des Vorstandes aus den verschiedenen Orten und Regionen der Schweiz bestimmt werden. Die damit gemachten Erfahrungen in den letzten Jahren bestätigten dies.


Im Jahre 1959 konnten erfreulicherweise die ersten Mitglieder aus der französisch sprachigen Schweiz in den SRSC aufgenommen werden.


Die erste Ankörung von Riesenschnauzern in der Schweiz durch den SRSC fand am 7. Oktober 1961 in Aarau statt. Damals wurden 5 Hündinnen und 2 Rüden geprüft. Dies war bereits ein grosser Erfolg. Seit diesem Jahr finden jährlich 2 und in den letzten Jahren 3 Ankörungen statt, wobei die Meldezahl der Riesenschnauzer ständig zunimmt. Im Jahre 1988 wurden total 38 Riesenschnauzer geprüft.


Im Jahre 1981 wurde das Coupierverbot gesetzlich eingeführt, welches auch im SRSC, Schweiz. Riesenschnauzerclub, Veränderungen brachte.


Seit dem 1. Januar 1985 ist der SRSC ebenfalls ordentliches Mitglied der ISPU, der Internationalen Schnauzer- und Pinscher Union. Der Sitz dieser grenzüberschreitenden Union ist Deutschland, dem Ursprungsland des Riesenschnauzers und des Schnauzers


Jeweils im November wurden jährlich die Schweizer Meisterschaften für Riesenschnauzer und Schnauzer durchgeführt. Die Beteiligung war allgemein sehr gut, nahmen doch um 1989 zwischen 30 und 40 Hundeführerinnen und Hundeführer teil. Die Teilnahme war in allen Klassen möglich.


Ebenfalls erfreulich war, dass ständig einige unserer Mitglieder mit ihren Riesenschnauzern an den verschiedenen offiziellen Schweizer-Meisterschaften in den Klassen Schutz-, Sanitäts-, International und Lawinenhunde teilnahmen und mit zum Teil sehr guten, beachtenswerten Resultaten glänzten.


Der SRSC hatte 1989 4 Ortsgruppen, nämlich die OG Aargau, die OG Bern, die OG Tessin und die OG Zürich. Die Arbeit in den Ortsgruppen war bereits damals sehr wertvoll, da dadurch die Verbindungen und die Möglichkeiten des einzelnen Mitgliedes erhöht resp. vergrössert wurden.


1991 fand eine Schnauzerschau zusammen mit dem Schnauzer-Pinscher Club, SCSP, mit gutem Erfolg und Beteiligung statt. Diese Form wird auch in den kommenden Jahren beibehalten. Der SRSC vergibt anlässlich dieser Clubschau den Titel „Schönheit“.


1992 wurde die erste Weltmeisterschaft (WM) der ISPU durch den SRSC durchgeführt. Im Gegensatz zu anderen Rassen, gab es bis dato keine intern. Meisterschaft Die ISPU kümmerte sich bisher lediglich um das Ausstellungswesen. Auf Initiative des damaligen Vorstandes des SRSC sowie von F. Mauerhofer wurde dann der SRSC beauftrag im Jahre 1992 eine 1.WM für Schnauzer und Pinscher durchzuführen.


Ab dem 01. Juli 1997 wurde das Rutenkupierverbot in der Schweiz eingeführt, welches natürlich auch das äussere Erscheinungsbild des Riesenschnauzers veränderte.


Vom 30. Oktober bis 1. November 1998 wurde in Meiringen die 6. ISPU WM durchgeführt. Dieser Anlass wurde zum zweiten Mal durch den SRSC organisiert und glänzte durch ein gute Organisation und ein reibungsloses Ablaufen.


Im Jahre 1999 wurde die 1. Schweizermeisterschaft der 5 Rassen (Airedale Terrier, Boxer, Dobermann, Rottweiler, Riesenschnauzer) unter dem Patronat des DVS (Dobermannclubs) durch-geführt. Diese Art der Durchführung unter Beteiligung anderer Rassen wurde im Hinblick auf eine vermehrte Konkurrenz, mehr Antrieb und auch für höhere Teilnehmer- und Zuschauerzahlen angestrebt. Zur optischen Aufklärung wurde ein eigenes Signet für die 5RSM entworfen, welches nun immer verwendet wird. Die Durchführung selbst war ein voller Erfolg, weshalb das Weiterführen in den kommenden Jahren beschlossene Sache war.


Per 1.1. 2002 wurde das neue, überarbeitete Zucht- und Körreglement, die Ausführungsbestimmungen zum erwähnen Reglement und die Aufzuchtsbestimmungen für den SRSC total überarbeitet und eingeführt.


Damit alle möglichen Medien zur Information der Mitglieder benützt werden könne, wurde per 1.2.2002 eine neue Homepage des SRSC unter dem Titel www.riesenschnauzerclub.ch in Kraft gesetzt. Sie soll sämtliche wichtigen Informationen für die Mitglieder enthalten.


In den Jahren 2002 und 2003 konnte die jeweilige Mannschaft des SRSC an der ISPU WM grosse Erfolge feiern. So konnte im 2002 die Schweiz den Mannschaftsweltmeistertitel und im darauffolgenden Jahr den Vizeweltmeistertitel abholen. Die gezielte Förderung und Unterstützung der potentiellen Kandidaten zeigte also ihre Wirkung.


Bereits zum 5. Mal insgesamt und somit zum 1. Mail für den SRSC fand am 11./12.2003 die 5RSM statt. Der SRSC machte dies zusammen mit dem KV Frauenfeld. Damit die jeweiligen Informa-tionen und Auswertungen schneller verbreitet werden können, wurde eine eigene Homepage unter der Adresse www.5rsm.ch geschaffen. Die Veranstaltung konnte erfolgreich sowohl hinsichtlich Organisation wie auch leistungssportlich durchgeführt werden. Auch hier zeigten die Riesen-schnauzer eine sehr gute Präsenz.


Im Jubiläumsjahr 2004 selber werden verschiedene Veranstaltungen vom SRSC durchgeführt.


Einerseits wird am 23. Mai erstmals ein „Riesenschnauzertag“ unter dem Motto von Freude und Plausch mit unseren Vierbeinern stehen. Wettkampf und Plauschparcours sind so abgestimmt, dass sie allen Teilnehmern Freude bereiten können. Eben ein Anlass für die Familie - für Gross und Klein.


Weiters wird am 8. August die im Jahr zuvor in Leben gerufene Sommerwanderung für alle Riesenschnauzer durchgeführt. Auch hier dürfen wir wiederum auf die bewährte und zuverlässige Mithilfe der OG Aargau zählen.


Vom 29. bis 31. Oktober führt der SRSC zum 3. Male die ISPU-WM durch. Die Veranstaltung wird in Oeschgen stattfinden und soll an den Erfolgen der letzten Organisationen anknüpfen.


Mit einem speziell interessanten Vortrag möchten wir das Jubiläumsjahr abschliessen. Dieses Referat soll eine breite Schicht an interessierten Riesenschnauzerbesitzern und deren Freunde anlocken.


Erfreulich zeigt sich insgesamt auch die Entwicklung der Ortsgruppen. Im Jahre 2004 bestehen immer noch 3 Ogs, welche in Aargau, Zürich und Tessin ihre Tätigkeitsgebiete haben. Die Arbeit in der Ortsgruppen ist sehr wertvoll, weil dadurch die Verbindungen und die Möglichkeiten des einzelnen Mitgliedes erhöht werden.


Die Mitgliederanzahl der letzten Jahre ist insgesamt eher konstant bis leicht rückläufig. So zählen wir zu Beginn des Jahres 2004 385 Mitglieder. Die Werbung neuer Mitglieder bleibt somit eine ständige Aufgabe.


Heute, da der SRSC das 75 Jubiläum feiern kann, dürfen wir sicherlich sagen, dass alle bisherigen Mitglieder, Freunde, Gönner und Sympathisanten, mit Mut, Energie, Tatkraft und gutem Willen zum Wohle und Wohlergehen und zum weiteren Gedeihen unseres Riesenschnauzer-Clubs beigetragen haben. Wir danken deshalb unseren Mitgliedern und Freunden für die Unterstützung und hoffen auch in Zukunft auf Ihre Mitwirkung und Tatkraft bauen zu können.


Harry Büsser, Präsident SRSC, 2004


Die obigen Informationen wurde von der Homepage des Schweizierschen Riesenschnauzer Clubs kopiert: http://www.riesenschnauzer.ch/

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