Hauptmenü
Allerlei > Rassestandards
Riesenschnauzer Geschichte
updated: 8. Dezember 2009 (Links geprüft)
Der Riesenschnauzer ist der jüngste Spross der Schnauzer und Pinscherfamilie.
Die ersten Hinweise auf einen schnauzerähnlichen Hund stammen von einem Gemälde aus Bayern aus der Zeit um 1850. Auf dem Bild ist ein schwarzrötlich brauner rauhaariger Hund zu sehen. Offenbar ein so genannter "Münchener Bierschnauzer".
Ungarische Hirten hatten mit grossen schwarzen Hunden ihr Vieh nach Bayern getrieben und da ab und zu einen solchen Hund an Bauern verkauft.
Es wird vermutet das dies die Vorläufer des heutigen Riesenschnauzer waren.
Fest steht einzig das die Vorfahren des Riesenschnauzers ein alter Landschlag des Bauernhundes in Oberbayern war, ein Treibhund und Wachhund. Mehr langgestreckt als quadratisch gebaut, rauhaarig oder zotthaarig und bärtig und mehrheitlich von dunkler Färbung. Dies ist alles was mit Sicherheit gesagt werden kann.
1907 entstand in München der Bayrische Schnauzer-Club, der sich nun des Münchener Schnauzers annahm.
Der Hund soll damals rund um München recht zahlreich gewesen sein. Er war unter anderem auch Begleiter der Brauereiwagen, daher der Name Bierschnauzer.
Das Zuchtbuch sprach vom Münchener Schnauzer, später auch vom Grossen Münchener Schnauzer.
Es hiess damals auch ein Hund dieser Grösse sind keine Schnauzer.
Einer grösseren Verbreitung des grossen Schnauzers standen sich die damaligen Züchter selber im Weg. Sie verkauften selten oder gar nie Junghündinnen an andere Züchter.
Als Geburtsjahr des eigentlichen Riesenschnauzers wird das Jahr 1910 bezeichnet.
Damals wurden im Zuchtbuch sechs Rüden und drei Hündinnen eingetragen. Vier Hunde waren pfeffersalz, drei schwarz, einer braungelb, und einer graugelb.
Es war ein Durcheinander von Typen, Farben, Haarvarietäten und Grössen.
Man setzte jetzt ein klares Zuchtziel und eliminierte die kuhhessigen Pseudo Riesenschnauzer mit Schäferhundtyp, mit schauderhaftem Zottelhaar und scheusslichen Farben.
Die Unsicherheit der Nachkriegsjahre des 1. Weltkrieges erhöhte die Nachfrage nach furchteinflössenden Schutzhunden, das Geschäft mit den Riesenschnauzern begann zu blühen. Bereits 1925 wurde er als Gebrauchshunderasse anerkannt und als Diensthund eingesetzt.
Im weiteren Zuchtgeschehen wurden vor allem Mittelschnauzer eingekreuzt um das Erscheinungsbild zu verbessern.